Pelletslager

 

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Pelletslager in altem Heizöllager bauen
mit Saugaustragung

 

Bei der Erneuerung der Heizungsanlage war es an mir das Pelletslager zu erstellen. Vorgabe war eine Saugaustragung mit 4 Bodensonden, da eine Austrageschnecke auf Grund der Raumsituation ausschied. Es sollte eine Variante mit automatischer Umschaltung zwischen diesen Saugdosen werden. Die Grundlegenden Arbeiten sind jedoch auch bei Hand Umschaltung und Schnecke gleich. Also habe ich mir ein paar Gedanken dazu gemacht und einige Zeichnungen erstellt.
Aus diesen Zeichnungen wurde dann die Stückliste erstellt und eingekauft.

Als Grundlage diente mir diie Angabe des Herstellers mindestend eine Schräge von 40Grad zu verwenden um zu Verhindern, dass die Pellets später verkeilen und nicht mehr angesaugt werden können. Ausserdem sollte die Oberfläche glatt und stabil sein, da hier später 6-7 Tonnen Pellets lagern sollen.
Der alte Heizöllagerraum hat die Maße vorgegeben, und wurde nach kurzer Überprüfung  im Internet (Pelletslager Rechner) 
als ausreichend für einen Jahresvorrat angesehen.

Jeder der ein wenig mit Säge und Akkuscharuber umgehen kann, wird diese Aufgabe meistern. Es ist nicht schwer, jedoch Teilweise eine echte Fleißaufgabe.

Hier die Zeichnungen aus verschiedenen Blickrichtungen:

  

 

  

Alle Zeichnungsdatelen als pdf zum download hier: (213kb)

 

Als erstes habe ich die vorhandenen Betonwände nochmals gelattet (Dachlatten) und mit normalen 22mm OSB Platten verkleidet um keine Probleme mit Schwitzwasser zu bekommen. Ich hatte bisher nie Probleme mit feuchten Wänden, aber die Pellets später rausschaufeln will ich auch nicht ;-)

 

Dann gings auch schon an die Fleißarbeit. 16x alle Teile aus den 12x6cm starken Balken sägen mit den entsprechenden Winkeln. 

 

Dann wurde alles mit Flachverbindern zusammengeheftet und mit langen Spax (4cut mit Torx Antrieb) verbunden.

 

Ich habe es mit der Anzahl der Stützen eventuell ein bischen übertrieben (7 pro Seite) aber sicher ist sicher ;-) ausserdem ging es dann mit den Plattenstössen besser auf.

 

Auf der Bodenfläche wurde eine Platte montiert damit die Pellets nicht feucht werden vom kalten Boden, auch das war Herstellervorgabe. Ich habe mich als Plattenmaterial für Siebdruckplatten in 22mm entschieden, da diese sehr stabil und glatt sind. Auch die Plattengröße von 1,25x2,50m passte genau zu meiner Schräge (1,25m).

 

Die Seitenwangen wurden mit einer vorgegebenen Höhe hergestellt, damit die Pellets besser zu den Saugdüsen rutschen, da diese nicht von allen Seiten, sondern nur 2-seitig ansaugen. Ausserdem kann man so den Pellets Saugschlauch schön dicht durch das Holz verlegen. Hier nur richtige Pelletsschläuche mit eingebautem Erdungsdraht verwenden, auch wenn dieser sehr teuer ist. Die Anschlüsse der Schläuche so ausführen, dass der Kontakt zu den Saugdüsen hergestellt ist wegen der statischen Aufladung.

 

Die Prallschutzmatte nicht vergessen, die ist wichtig, damit die Pellets beim einblasen nicht brechen. Die verbleibenden Fugen habe ich mit hochelstischem Acryl abgefugt.

* Update nach dem ersten Jahr:
Um das nachströmen der Pellets zu den Saugöffnungen zu verbessen habe ich jeweils zwischen den Ansaugungen nochmals Schrägen eingebaut, welche bis auf Höhe der Wandung reichen. Diese Maßnahme brachte eine sehr gute Verbesserung. Es bildete sich kein "Luftsack" mehr oberhalb der Saugöffnungen und es konnten seither (3 Jahre) die Pellets einwandfrei nachrutschen..

 

An der automatischen Umschalteinheit werden dann alle Saugschläuche und Luft Rückleitungen angeschlossen. Man tut gut daran alle Schläuche sauber zu kennzeichnen und richtig anzuschliessen um später keine Überraschungen zu erleben.

 

*Update nach 3 Jahren:
In der Luftrückführung habe ich inzwischen einen Staubabscheider (Zykonabscheider im 60l Fass) eingebaut, welcher den Pelletsstaub welcher normal wieder zurück in den Pelletslagerraum geblasen wird, in eine dichte Tonne bläst. Somit wird dieser nicht immer "im Kreis herum" angesaugt und zurückgeblasen. Der Lagerraum bleibt sauberer und die Heizung bekommt weniger Staub zur Verbrennung. Schön wäre gewesen diesen in den Saugschlauch einzubauen, das ging leider auf Grund der vorhandenen ETA Ansaugung nicht.

Für die Revision oder im Fehlerfall muss das Pelletslager zugänglich sein. Dazu habe ich aussen eine Klappe mit stabilen Scharnieren und Vorhangschlössern (Kindersicherung) angebracht. Hier ist auch die Dichtung eingearbeitet die beim Befüllen verhindert, dass der ganze Keller mit einstaubt.
Damit das Gewicht der Pellets die Türe nicht aufdrückt, und die Türe auch im voll gefüllten Zustand zu öffnen ist, wurden innen Stapelbretter in einer C-Schiene angebracht, die einzeln nach oben herausnehmbar sind.

  

 

Zum Befüllen und für die Rückleitung beim Befüffvorgang werden 2 Kernlochbohrungen benötigt, in die die Einfüllstutzen montiert werden. Ich habe diese dann mit 2K Schaum und je 4 Schrauben fixiert. Auch die Einfüllstutzen müssen mit in die Erdungsanlage eingebunden werden. Für den Befüllvorgang ist es praktisch eine 230V Steckdose (von innen abschaltbar) im Bereich der Einfüllstutzen zu montieren. 
Ich habe Rohre mit 45Grad Winkel verwendet da ich sehr tief am Gebäude bin auf Grund der Deckenhöhe im Keller.

 

Der erste Befüllvorgang wurde erfolgreich abgeschlossen, und auch die ersten Betriebsmonate verliefen störungsfrei. Ich werde das Lager vor der nächsten Füllung relativ leer machen, um nachzusehen ob innen Schäden aufgetreten sind. Dann kann man auch den Holzstaub abzusaugen um Störungen in der Sauganlage zu vermeiden.

Weitere Bilder sind vorhanden, wenn also jemand Interesse oder Fragen hat, gerne melden.

 

 



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