Bass Analyzer 12

 

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Basslautsprecher einmessen / Müssen Lautsprecher eingespielt werden?

 

Man hört immer wieder daß Lautsprecher einlaufen müssen damit sie richtig gut klingen, oder erst dann richtig Druck machen. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen wurde ein Fabrikneuer Kicker C12-4 mit dem Programm Bassbox von HarrisTech eingemessen.

 

Dazu wurde folgende Schaltung aufgebaut und der Lautsprecher Freeair im Raum aufgehangen, dann wird als erstes wird die Messpannung folgendermaßen eingestellt und mit einem Multimeter kontrolliert.

 

Um die einzelnen Werte die das Programm nacheinander abfragt ermitteln zu können wird nun das Multimeter folgendermaßen angeschlossen, wie es auch bis zum Schluß der Messung verbleibt:

 

Nachdem nun die Freeair Werte ermittelt wurden, wird der Lautsprecher luftdicht in ein definiertes Gehäuse eingebaut. Am einfachsten dabei den Mageten nach aussen um die Kabel nicht durch das Gehäuse führen zu müssen.

 

Um nun den Lautsrecher einspielen zu lassen wurde er 8h lang an einem definierten Signal von 10Hz und 30Hz mit steigendem Pegel betrieben wie man aus der unten stehenden Tabelle ersehen kann. Man gewinnt den Eindruck daß der Baß mit der Zeit mehr Pegel verkraften kann als am Anfang.

 

Video vom Kicker C12-4 bei 10Hz  und 12V~ (11,1MB)

 >> Kicker C12-4 bei 10hz <<

 

Nachdem die 8h um waren wurde der noch "warme" Kicker (und er war trotz Polkernbelüftung wirklich gut Handwarm) nochmals vermessen mit den selben Geräten und Einstellungen, somit kann man eventuelle Abweichungen von den Herstellerangaben später ausser acht lassen da es uns ja um den Unterschied vorher / nachher geht. Damit die Messreihe komplett ist wurden nach einer 2stündigen Pause zum erkalten des Lautsprechers die Werte nochmals genommen.

Kicker C12-4

Herstellerangabe

Neuzustand

nach 30min Messbetrieb

nach 8h Betrieb noch warm

nach 8h Betrieb kalt

Messspannung bei 500Hz

 

15,02V

15,02V

15,02

15,02

fs, Hz

25,8

30

29

27

28

F1 < fs

 

23

23

21

22

F2 > fs

 

38

36

35

35

in 30L Testgehäuse fc, Hz

 

 

57

55

58

F1c < Fc

 

 

45

47

42

F2c > Fc

 

 

63

60

65

QTS

0,478

 

0,4687

0,4242

0,4646

QMS

11,298

 

10,616

8,769

9,9854

QES

0,499

 

0,490

0,4457

0,4873

Re, Ohm

3,79

3,8

3,8

3,8

3,8

BL, TM

11,69

 

12,98

12,71

12,57

VAS, Liter

133,27

 

101,02

124,51

112,16

Mms, g

107,37

 

119,35

111,71

115,31

Pmax, W

150

 

 

 

 

Xmax, mm

7,5

 

 

 

 

Freq Response, Hz

27-500

 

 

 

 

Magnet Weight, oz

44

 

 

 

 

Schwingspule, mm

38

 

 

 

 

SPL, 1W/1M

88,6

 

89,05

89,44

89,08

Die relevanten Werte sind  grün  markiert

 

Ob optisch auch mal die Unterschiede darstellen zu können habe ich mit dem Programm BassBox5 von Harristech (ja natürlich gibt es auch andere Software, ich benutze selbst mehrere) der Frequenzverlauf einer Baßreflex Box ermittelt. Wie man sehen kann liegt der Unterschied im 1Hz bzw im 1dB Bereich. Man kann also sagen daß die veränderten Werte der Nachgiebigkeit der Membran Vas und damit auch die Gesammtgüte Qts sich gegenseitig so beeinflussen daß am Ende fast keine Abweichungen zu erkennen sind und die Veränderungen eher subjektiv als real wahrnehmbar einzustufen sind.

Die Firma Visaton hat 12/1995 dazu ebenfalls eine Messreihe mit einem W170S veröffentlicht und kam zu folgender Aussage:

 

"....daß eine Veränderung der Thiele Small Parameter ein und desselben Lautsprechers bis zu 20% des Vas nur eine vernachlässigbare Auswirkung auf das Übertragungsverhalten einer Lautsprecherbox hat....."